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Ton für Ton zum Erfolg: Eine neuartige Musiktherapie hilft Schlaganfallpatienten bei der Rehabilitation 
(v.l.n.r.) Prof. Dr.med. Eckart Altenmüller, Dr. Sabine Schneider, beide Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin; Sebastian Grein, Deutsche Bank


Hannover, 11. November 2009 – Jährlich erleiden etwa 200.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Die meisten werden völlig unerwartet getroffen. Genauso unvorbereitet und hilflos stehen Betroffene und Angehörige den schweren Konsequenzen gegenüber, die diese Hirnschädigung mit sich bringen kann. Neben Lähmungen, Gedächtnisverlust sowie Empfindungs- und Sprachstörungen sind motorische Beeinträchtigungen die häufigsten Folgen. Um die Rehabilitation von Schlaganfallpatienten zu beschleunigen, haben die Wissenschaftler des Instituts für Musikphysiologie und Musiker-Medizin an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover ein ganz besonderes Trainingsprogramm entwickelt. Am Klavier etwa lernen die Patienten, ihre motorischen Fähigkeiten zu verbessern – ganz egal, ob sie eine musikalische Vorbildung genossen haben oder nicht. Die Musiktherapie fördert die Kopplung bestimmter Hirnregionen und sorgt dafür, dass geschädigte Nervenverbindungen wieder hergestellt werden. Die Betroffenen gewinnen so ihre ursprünglichen Fähigkeiten schneller zurück als bei herkömmlichen Methoden. Ein weiterer Vorteil: Nach dem Klinikaufenthalt können die Patienten die Therapie problemlos zu Hause fortführen. Der große Erfolg dieses weitsichtigen Heilungsansatzes hat schon einige Nachahmer gefunden und zeigt, dass Musik die Genesung beschleunigen kann.

Für diesen beispielhaften Beitrag zur Entwicklung alternativer Therapiemethoden wurde das preisgekrönte Projekt „Musiktraining“ des Instituts für Musikphysiologie und Musiker-Medizin an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover am 11. November 2009 als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Damit ist es Teil von Deutschlands größtem Netzwerk für Mut, Neugier und Innovation.

Anlässlich der Preisverleihung lud die Hochschule für Musik und Theater ihre Gäste zu einem Tag der offenen Tür ein. Höhepunkt der Veranstaltung war die Preisverleihung durch Sebastian Grein, Deutsche Bank, der Pokal, Ehrentafel und die vom Bundespräsidenten unterzeichnete Urkunde an Professor Altenmüller, Institut für Musikphysiologie und Musiker-Medizin, übergab. In seiner Laudatio hob Grein hervor: „Das Projekt der Hochschule ermöglicht Menschen, deren Motorik durch einen Schlaganfall stark beeinträchtigt ist, durch das Trainingsprogramm am Klavier ihre Fähigkeiten schneller zurückzuerlangen und ihre Selbständigkeit wiederzugewinnen. Diese Innovation ist beispielhaft für das künstlerisch-soziale Potenzial, das in Deutschland steckt!“

Musik und Kunst fördern erwiesenermaßen die geistige Flexibilität und Leistungsfähigkeit. Darum unterstützt die Deutsche Bank kulturelle Lernprozesse und Bildungsprojekte, die Menschen dabei helfen, ihre Kreativität zu entdecken und ihren Horizont zu erweitern.

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