Erfahren Sie mehr über die Geschichte unseres Logos.
Das Historische Institut der Deutschen Bank nimmt die miteinander eng verbundenen Aufgaben der Erforschung der Geschichte der Bank und der Aufbewahrung ihrer historisch wichtigen Quellenbestände wahr.
Das Historische Institut setzt sich durch eigene und externe Forschung kritisch mit der Geschichte der Deutschen Bank auseinander. Es beherbergt auch das bereits seit 1961 bestehende Historische Archiv der Deutschen Bank, dessen Unterlagen aus der Zeit vor 1945 öffentlich zugänglich sind.

Ein Forschungsschwerpunkt des Historischen Instituts ist seit 1988 die Zeit des Nationalsozialismus. Ein von Harold James, Universität Princeton, verfasster genereller Überblick zur Geschichte der Bank in den Jahren 1933 bis 1945 erschien 1995 in der Gesamtdarstellung „Die Deutsche Bank 1870-1995“. 2003 veröffentlichte Harold James eine völlig überarbeitete Neuauflage dieses Beitrags unter dem Titel „Die Deutsche Bank im Dritten Reich“, worin alle neueren Forschungsergebnisse zusammengefasst wurden.
Dieser Gesamtdarstellung zur Geschichte der Deutschen Bank in der Zeit des Nationalsozialismus gingen Detailstudien voraus, wie die ebenfalls von Harold James verfasste Untersuchung zum Thema „Arisierungen“ (2001) und der Bericht von Jonathan Steinberg, Universität Pennsylvania, über die „Goldtransaktionen der Deutschen Bank während des Zweiten Weltkrieges“ (1999).
2004 erschien eine von Lothar Gall, Universität Frankfurt am Main, verfasste, breit angelegte Biographie über den langjährigen Vorstandssprecher der Bank, Hermann Josef Abs (1901-1994): „Der Bankier Hermann Josef Abs“. Mit nuanciertem Urteil widmet Gall darin den Jahren des „Dritten Reichs“ besondere Aufmerksamkeit. Eine weitere Biographie über den Vorstandssprecher Oscar Wassermann (1869-1934) veröffentlichte Avraham Barkai, Universität Tel-Aviv, 2005: „Oscar Wassermann und die Deutsche Bank. Bankier in schwieriger Zeit“.
Harold James, Lothar Gall, Jonathan Steinberg und Avraham Barkai gehörten neben Gerald D. Feldman der 1997 gebildeten, unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte der Deutschen Bank in der Zeit des Nationalsozialismus an.
Weitere Forschungsthemen des Historischen Instituts sind das Verhältnis von Bank und Politik, die Entwicklung der Unternehmenskultur sowie die Geschichte der Deutschen Bank in Ostasien und Nordamerika.
Das US-Geschäft der Deutschen Bank – vor dem Hintergrund der deutsch-amerikanischen Finanz- und Wirtschaftsbeziehungen seit 1870 – wurde von dem amerikanischen Wirtschaftshistoriker Christoper Kobrak, European School of Management, Paris, untersucht. Die Ergebnisse dieser umfangreichen Studie erschienen 2008 unter dem Titel „Die Deutsche Bank und die USA. Geschäft und Politik von 1870 bis heute“.
Die Historische Gesellschaft will die Geschichte des Bankwesens und seines politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Umfelds einem breiteren Publikum bekannt machen. mehr